Korbach(pm). Eine leichte Entspannung kennzeichnet den Februar-Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Korbach. In den beiden zugehörigen Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren 9027 Arbeitslose gemeldet und damit jeweils 163 weniger als vor einem Monat und vor einem Jahr. Das entspricht einem Rückgang um 1,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im Februar mit 4,8 Prozent um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und als im Februar 2025. „Wir sehen im Februar eine leichte Erholung des Arbeitsmarktes. Positiv ist dabei insbesondere der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich, der eine Betrachtung weitgehend unabhängig von saisonalen Einflüssen ermöglicht“, kommentiert Bernd Wilke, Geschäftsführer der Agentur Korbach. „Erstmals seit dreieinhalb Jahren liegt damit die Arbeitslosenzahl wieder niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, das ist zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung.“ Die Abnahme der Arbeitslosigkeit im Februar gehe vorwiegend auf die beiden Jobcenter im Landkreis zurück, während es bei der Arbeitsagentur agenturweit einen leichten Anstieg gab. Wilke: „Das zeigt auch, dass die Konjunktur weiterhin zu schwach ausgeprägt ist, um für nachhaltigen Anschub auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen. Für einen Aufschwung braucht es eine stärker anziehende Konjunktur, die sich dann mit einigen Monaten Verzögerung auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt.“
Bei fast allen Personengruppen waren im Februar rückläufige Arbeitslosenzahlen im Vergleich mit dem Januar zu verzeichnen, insbesondere bei Ausländern (minus 5,1 Prozent) und Frauen (minus 2,9 Prozent) gefolgt von Älteren ab 50 Jahren (minus 1,6 Prozent), Langzeitarbeitslosen (minus 1,3 Prozent) und Männern (minus 0,9 Prozent). Einzig die Jüngeren unter 25 Jahren wiesen einen Anstieg um 4,4 Prozent auf. Dies ist im Februar laut Wilke nicht ungewöhnlich und lasse sich mit den Winterabschlussprüfungen im gewerblich-technischen Bereich erklären. „Üblicherweise finden diese gut qualifizierten Absolventen in den kommenden Monaten einen adäquaten Arbeitsplatz.“ Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar war insbesondere auf die Jobcenter (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) zurückzuführen: In den beiden Jobcentern im Landkreis waren 4997 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 198 weniger als im Januar (minus 3,8 Prozent) und 283 weniger als vor einem Jahr (minus 5,4 Prozent). Im Bereich der Arbeitsagentur waren hingegen 4030 Personen auf Jobsuche, das sind 35 mehr als im Februar (plus 0,9 Prozent) und 120 mehr als vor einem Jahr (plus 3,1 Prozent). 2051 offene Stellen waren zum Stichtag im Agenturbezirk gemeldet, das sind 29 weniger als im Januar und 270 weniger als im Februar 2025. Im Agenturbezirk haben bis zum 23. Februar 11 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 94 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 6 Betriebe mit bis zu 66 betroffenen Mitarbeitenden.
Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen
Landkreis Waldeck-Frankenberg: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im Februar 4240 Menschen arbeitslos gemeldet, 69 weniger als im Januar (minus 1,6 Prozent) und 139 weniger als vor einem Jahr (minus 3,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag wie im Januar bei 4,8 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 4,9 Prozent betragen. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit Januar um 42 auf 1167 verringert, das sind 149 weniger als vor einem Jahr.
Korbach mit Bad Wildungen: 1884 Personen ohne Arbeit waren im Februar in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 27 weniger als im Januar (minus 1,4 Prozent) und 5 mehr als vor einem Jahr (plus 0,3 Prozent). Die Quote stagnierte bei 4,5 Prozent, das ist der gleiche Wert wie vor einem Monat und vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Frankenberg: 1427 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, ein Rückgang um 18 gegenüber Januar (minus 1,2 Prozent) und um 146 gegenüber Februar 2025 (minus 9,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 5,4 Prozent.
Geschäftsstelle Bad Arolsen: In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 24 auf 929 gesunken (minus 2,5 Prozent), das sind 2 mehr als vor einem Jahr (plus 0,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 5,2 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als vor einem Monat und der gleiche Wert wie im Februar 2025.
Landkreis Schwalm-Eder: 4787 Arbeitslose waren im Februar im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 94 weniger als im Januar (minus 1,9 Prozent) und 24 weniger als im Vorjahresmonat (minus 0,5 Prozent). Die Quote betrug 4,8 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im Januar und der gleiche Wert wie im Februar 2025. 884 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, 13 mehr als im Januar und 121 weniger als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg: 2349 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, 29 weniger als im Januar (minus 1,2 Prozent) und 128 mehr als vor einem Jahr (plus 5,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat von 5,0 auf 4,9 Prozent, vor einem Jahr hatte sie noch 5,1 Prozent betragen.
Geschäftsstelle Melsungen: In der Geschäftsstelle Melsungen war ein Rückgang um 50 auf 1286 Arbeitslose zu verzeichnen (minus 3,7 Prozent), gegenüber dem Vorjahr sind das 53 weniger (minus 4,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,0 Prozent, das sind jeweils 0,2 Prozentpunkte weniger als vor einem Monat und vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Schwalmstadt: 1152 Menschen auf Jobsuche zeigte die Februar-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 15 weniger als im Januar (minus 1,3 Prozent) und 99 weniger als im Februar des Vorjahres (minus 7,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 4,3 Prozent, im Februar 2025 hatte sie 4,6 Prozent betragen.





















